Geschätzt 200 Familien aus Saerbeck und den Nachbarkommunen mit Viertklässlern oder Oberstufen-Interessierten nutzten den Nachmittag, um sich über die Angebote, Fächer, pädagogischen Ansätze und die Möglichkeiten an der MKG zu informieren und an vielen Stellen auch gleich mitzumachen oder auszuprobieren. Da ließen sich manche sogar im Wortsinn entflammen.
Bei den zwei Begrüßungen in der Mensa mit einem musikalischen Willkommensgruß der Profilklasse 6d unter Leitung von Gert Krämer stellte Schulleiter Maarten Willenbrink die Saerbecker Gesamtschule komprimiert so vor: „Seit mehr als 37 Jahren seht die MKG als Ganztagsschule in einer modernen Kommune für überdurchschnittlich erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit, für innovative Schulentwicklung und für eine Pädagogik, die die Neigungen und Begabungen der Kinder und Jugendlichen fördert, herausfordert und begeistert.“ Das habe zum ziel, das „ihre Kinder, unsere Schülerinnen und Schüler, hier zum einen den bestmöglichen Schulabschluss bis hin zum Abitur erreichen und zum anderen eine wertvolle Zeit in einer sozialen Gemeinschaft verbringen, die sich kümmert, die die Kinder auf ihrem individuellen Weg eng begleitet.“
Die Vielfalt der MKG sei „am besten dargestellt durch die Menschen, die hier lernen, arbeiten und lehren“, fand Niels Effelsberg, Didaktischer Leiter. 240 Schülerinnen und Schüler, viele Lehrende und Mitarbeiter, Eltern und der Förderverein füllten diesen Satz am Nikolaustag im ganzen Gebäude mit Leben.
Was eine Schule eigentlich nicht wirklich tun sollte, nämlich Eltern entflammen, geschah bei einem von vielen Mitmach-Experimenten in der Chemie. Lehrer Bernd Spaning demonstrierte dort, was eine Zündflamme bei einer Handvoll Gasschaum bewirkt: eine helle, aber ungefährliche Stichflamme.
Nebenan schickten Schülerinnen und Schüler der Mint-Klassen (das sind die Profilklassen mit Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in ihrem Modelllabor mit VR-Brillen Besucher in die Zeit der Dinosaurier inklusive Kometeneinschlag und gaben Einblicke in die Managementmethoden für ihre vielen Projekte. „Beeindruckend, das mit der VR haben die Schüler richtig gut gemacht“, fand eine Mutter, bevor sie ihre Brille an Sohn und Vater weiterreichen musste.
In der Technik werkelten Viertklässler eifrig mit der Laubsäge, auch Fiete aus Greven. Seine Eltern sagten derweil, sie hätten „von Bekannten mit Kindern an der MKG nur Gutes über die Schule gehört“ und wollten sich mal ansehen, ob der gute Ruf zurecht bestehe. Die Gesamtschule halten die Eltern von Drillingen für eine „gute Struktur, in der alle gut ankommen können“.
Proppenvoll war es regelmäßig bei der Präsentation der Sprachen an der MKG, wenn Schüler Assad das iPad-gestützte Kahoot-Quiz zu Latein startete – kleiner Vorteil für die alte Sprache gegenüber Spanisch, Französisch, Englisch und Niederländisch.
„Sehr viel los hier“, fand eine Mutter in der Schülerbücherei, wo das recht neue Wahlpflichtfach „Startup MKG“ seine Geschäftsidee zeigte: selbst genähte Folientaschen mit Inhalt. Die Marktforschung, was hinein soll, läuft noch. Und so ging es weiter die Flure entlang: Schulchor, Weihnachtstheater des Fachs Darstellen und Gestalten, Eisenbahn-Dilemma in der Philosophie, Wahlarena in Wirtschaft und Politik, Angeln als eine von vielen AGs, Laufbahn- und Fächerberatung für angehende Oberstufenschüler und etliches mehr.
Das Reservierungsportal für Termine in der Anmeldewoche für den kommenden fünften Jahrgang finden Sie hier. Dort finden sich auch Infos zur Oberstufe.
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Text und Bilder: Alfred Riese






