Die Cajons wurden am zweiten Tag nachgeschliffen und individuell bemalt. Eigene Motive wurden entworfen und fantastische Farbkonstellationen konnten vermischt werden. Einzigartige Musikinstrumente wurden so von jedem Kind im Sommerferienprojekt gestaltet und konnten nach dem Trocknen der Farbe auch schon erstmals angespielt werden. Zwischendurch erzählte Conny Sommer der Gruppe von seinem Musikerleben und wie er als Berufsmusiker sehr gut davon leben könne. So schrieb er unter Anderem verschiedene Lehrbücher über und um die Cajon, spielte auch schon bei dem Musical „König der Löwen“ mit, oder lehrt in internationalen Percussion-Workshops. Conny Sommer konnte selbst die vielen Länder dieser Welt bereisen und mit seinem Engagement und seiner Leidenschaft zu Rhythmen, Beats und Melodien die Menschen begeistern. Allerdings ist Ehrgeiz, Motivation und Konzentration ein stetiger Begleiter seines Erfolgs, wie er in seinen Erzählungen betont.
Und so übertrug sich sein Anspruch auch sehr schnell auf die Gruppe und in kürzester Zeit erlernte diese verschiedenen Rhythmen und korrekte Schlagtechniken auf ihrer Cajon. Es galt im Takt zu bleiben und mit den anderen eine rhythmische Einheit zu bilden. Schnell vertraute sich die Gruppe und der Groove spielte sich ein. Ähnlich wie bei den schnellen Klatschabfolgen im Flamenco donnerten die einstudierten Elemente in rhythmischer Mehrstimmigkeit auf die Cajons ein. Ein Staccato immenser Energie entlud sich über die Mensa und den Schulhof der MKG. Die Lieblingslieder der Kinder wurden ausgewählt und die Takte daraus analysiert. Lieder wie „Komet“, „Friesenjunge“ oder „Fight for your right (to Party)“ konnte von der Percussiongruppe mitgespielt werden und mit den Cajons begleitet werden.
Der letzte Tag einer einmaligen Woche in den Sommerferien endete mit einem Percussion-Auftritt vor dem Rathaus in Saerbeck. Der Auftritt am Markttag traf auf immenses Interesse und die Rhythmen der Cajons lockten auch die Mitarbeiter des Rathauses, allen voran Herrn Bürgermeister Dr. Lehberg, aus dem Rathaus. Mit Begeisterung hörten sie dem Programm der Percussiongruppe zu und waren auch über soviel Mut und Einsatzbereitschaft der Kinder überrascht. Als kleine Belohnung gab es Waffeln und ein anschließendes Eis.
Die Kinder konnten sich während des Workshops an einem kleinen Buffett mit Bananen, Äpfeln, Tomaten und Müsliriegeln sowie kleinen Snacks und Keksen stärken. Ohne die Unterstützung des Fördervereins der MKG wäre dieses Projekt nur schwer zu realisieren gewesen und nur mit dem Engagement vieler Mitglieder wurde aus einem Projekt eine wundervolle Ferienwoche. Ein herzlichen Dank spricht die Projektgruppe an Frau Grothaus-Schreiber mit ihrem Team aus dem Jugendzentrum „JuZe“ aus, die die Gruppe mit Muffins, Kuchen und Brötchen versorgte und auch dieses Jahr mit ihren Ideen und Erfahrung viel Hintergrundarbeit geleistet hat.
Als Wermutstropfen entpuppte sich die Tatsache, dass der präventive Rap-Workshop von den angemeldeten Kindern leider nicht besucht wurde. Eine vorherige Abmeldung wurde leider auch nicht vorgenommen, so dass die Stornierung der gebuchten Produzenten und Beteiligten nur sehr kurzfristig vorzunehmen war. Dieser Mehraufwand und die damit verbundenen Kosten hätten vermieden werden können und gefährden nachfolgende Projekte.












