Es war der erste Versuch, die zuletzt schwieriger zu organisierenden Schülerkontakte und -besuche in den Partnerorten auf andere Füße zu stellen.
Hilke, Lysann, zweimal Johanna, Marie, Annika und Greta haben mit der Lehrerin Cornelia Kiefhaber , die sich an der MKG um die Frankreichkontakte kümmert, die Tour sozusagen geteilt: zwei Tage mit ihren Austauschpartnerinnen an deren Schulen, bis dort die Ferien begannen, dann drei Tage Programm. „In Ferrières am Collège war die Organisation eines Austausches aus verschiedenen Gründen nicht machbar“, erklärte Cornelia Kiefhaber jetzt bei einem Nachtreffen. Eltern von französischen Schülerinnen, voran Edwige Bachelier, und der Partnerschaftsverein mit seinem Vorsitzenden Guy Beauvais und dem Ehepaar Lamare sprangen ein.
Das Lob für diese etwas andere Form des Schüleraustauschs eröffneten Greta und Hilke mit: „Wir sind alle ganz freundlich aufgenommen worden, und mit der Sprache lief es ganz schnell“. Sechs Tage später verzeichnen sie in ihrem Reisetagebuch begeistert das Abschiedsfest, mit allen zusammen und mit abwechselnden, landestypischen Songs und den passenden Tänzen dazu.
Dazwischen lagen am Anfang zwei Tage Unterricht. „Relativ streng“ am Collège, schildert Marie. „Ziemlich locker“ am Lycée, beschreibt Lysann. In Bio sei sie gut mitgekommen, in Wirtschaft und Politik sei ihr Sprachverstehen noch ausbaufähig, hat sie gemerkt.
Bowling und Burger King am Freitagabend brachte alle zusammen und ergänzten die Runde noch um ehemalige Austauschschüler, die wieder Kontakt nach Saerbeck suchten. Zuerst aber tauchten die MKG-Schülerinnen und ihre Gastgeber in die französische Geschichte und Kultur ein: Schlossbesichtigung in Fontainebleau mit Picknick im Park und Klettern im Felsenmeer, Paris mit dem Eiffelturm zu Fuß, Trocadero, Champs Elysées und Triumphbogen. Fürs Shopping in der Seine-Metropole war leider keine Zeit, beklagten die Schülerinnen, deren Smartphone-Schrittzähler am Ende des Tages 23 000 Schritte oder 14,8 Kilometer anzeigte. „Paris ist nicht wie andere Großstädte“, fand Annika, „die Menschen vermitteln ein ganz anderes Lebensgefühl, sind gut gelaunt trotz schlechtem Wetter“. Und Ferrières hatte bis zur Abschiedsparty zum Schluss auch allerhand zu bieten. Unter anderem die Freude von Guy Beauvais, dass „nun endlich der Austausch der jüngeren Generation wieder neu lebendig geworden“ sei, als Auftakt der 25-Jahr-Feiern der Gemeindepartnerschaft.
Sieben Daumen gingen jetzt nach den Ferien in Saerbeck hoch für den Austausch. Als nächstes kommt eine Schülerin aus Ferrières im Mai für fünf Wochen an die MKG.
WN: Alfred Riese



