„Nach sechs bis Jahren hat sich die Anlage bezahlt gemacht“, ist sich der Projektleiter der Energielenker-Beratungs-GmbH aus Greven sicher.
Zur offiziellen Inbetriebnahme versammelten sich am Dienstag Rathaus-Vertreter, Gebäudemanager, die Schulleitung und Vertreter der beteiligten Firmen um den etwas mehr als hüfthohen und erstaunlich leisen, grauen Kasten. „Das trifft den Nerv der Klimakommune Saerbeck, das Thema Energieeffizienz ist bei uns noch nicht zu Ende“, erklärte Bürgermeister Wilfried Roos mit Verweis auf den Ratsbeschluss, der der Investition zugrunde liegt.
Ziel des BHKW-Betriebs ist es demnach, das Energiesystem der Gesamtschule und des Nahwärmenetzes mit der Gläsernen Heizzentrale, an das die Gebäude angeschlossen sind, zu optimieren. Das gasbetriebene BHKW ersetzt den alten, großen Gaskessel im MKG-Keller, der aber noch für Spitzenlasten in Reserve gehalten wird, erläuterte Ludger Greiling, Gebäudemanager der Gemeinde. Die Wärme, die das BHKW produziert, fließt im Sommer auch in die Duschen der Sportanlagen, die ebenfalls am Nahwärmenetz hängen. So kann das passend dimensionierte Blockheizkraftwerk, eingebettet in das Netzsystem, im Sommer durchgehend laufen. Den Strom nimmt die Schule zur eigenen Versorgung, so dass die bisherige Elektrizitätsrechnung wegfällt, erklärte Reiner Tippkötter, Geschäftsführer der Energielenker. Zusätzliche Effizienz böte der hohe Wirkungsgrad, der den Energietrger Gas vollständig ausnutze, ergänzte Norbert Naber von der „BHKW-Schmiede“ Gesellschaft für Energieeffizienz in Heek.
Maarten Willenbrink, stellvertretender Leiter der MKG, fand, dass das BHKW im Keller und die Solarstromanlagen auf den Dächern der Schule einen guten Rahmen für die pädagogische Arbeit bieten. „Wir wollen Schüler sensibilisieren für die Zukunftsaufgabe, die für sie ansteht: Nachhaltigkeit für spätere Generationen“, sagte er. Mit dem BHKW im Nahwärmenetz könnte die Schüler in der eigenen Schule sehen, was möglich ist und was intelligent konstruierte und gesteuerte Systeme leisten.
WN: Alfred Riese

