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Medienkompetenz und Prävention haben festen Platz an der MGK, auch in der AuF-Woche

Wo rund 1000 Lernende und 100 Lehrende zusammen sind, dürften wohl nicht viel weniger als 1100 Smartphones dabei sein. Für die MKG war diese Offensichtlichkeit in der Aktivitäten- und Fahrtenwoche einmal mehr ein Grund, einen Schwerpunkt auf digitale Medien und Prävention zu legen.

Einen Baustein bildete für die 118 Kinder im fünften Jahrgang der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) der neu ins Programm der AuF-Woche aufgenommene Medienkompetenztag. Annika Tripp und Michèle Dornbusch vom Caritasverband Emsdetten-Greven arbeiteten mit den vier Klassen zum Thema Soziale Medien und dem Umgang damit.

Wenn es eine WhatsApp-Gruppe für die Klasse gibt: Wie gehe ich damit um? Wo sind die Gefahren und Risiken? Wie kann es zu Missbrauch kommen? Aber auch, ganz pragmatisch: Wo liegen die Vorteile dieser Art der Kommunikation, wo nützt sie? So umrissen die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen die Herangehensweise, die auch auf andere Soziale Medien zielte. Sie nutzten unter anderem Videos der Plattform Klicksafe, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

Annika Tripp verortete den Medienkompetenztag im fünften Jahrgang genau richtig. Die Schülerinnen und Schüler seien neu an ihrer Schule, verbindende Dienste wie WhatsApp deshalb ein großes Thema. Auch die Platzierung des Themas in der AuF-Woche, ohne das feste Raster der Unterrichtszeiten, fand die Caritas-Kollegin Michèle Dornbusch gut passend. Ziel des Medienkompetenztags mit der Caritas ist es, die jungen Akteure am Smartphone mit Informationen und Rüstzeug auszustatten, um nach den Herbstferien in den Stunden für Soziales Lernen der Klasse selbst Regeln für den Umgang mit WhatsApp & Co zu entwickeln.

Tripp und Dornbusch präsentierten die Inhalte und Ziele ihres Kurses zusätzlich auf einem Infoabend für Eltern aus dem fünften und sechsten Jahrgang. Dort ging es, wie in den Klassen, auch um das Recht am eigenen Bild, Medien und Spiele, Onlinezeiten und Inhalte, Cyber-Grooming, -Scaming und – Mobbing und was Statistiken dazu sagen. 45 teilnehmende Eltern aus zwei Jahrgängen – das war für Niels Effelsberg, Didaktischer Leiter der MKG, eine ziemlich gute Quote und sprach für ihn für großes Interesse am Thema. Als einen Schwerpunkt setzten Tripp und Dornbusch von der Caritas das Cyber-Grooming, das Anbahnen von sexuellen Übergriffen via Social Media. Sie stellten fest, dass Eltern vieles schon wussten und zugleich auf der Suche nach Tipps für den Umgang mit den Herausforderungen waren.

Begleitet wurde der Medienkompetenztag mit der Caritas im fünften Jahrgang von einer Medienschulung. Die Arbeit an dem Thema setzt sich in den folgenden Jahrgängen fort. In der Auf-Woche ist das Thema Prävention insgesamt auch jenseits des fünften Jahrgangs schon länger gesetzt.

Text: Alfred Riese

Bilder: Alfred Riese (Bild 1) und Niels Effelsberg (Bild 2-5)

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