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MKG-Schüler bauen in Projektwoche Weidehütte Nummer zwölf

Zwischen dem Wildfreigehege Nöttler Berg und der Kanalbrücke Lengericher Damm liegt die neueste „Außenstelle“ der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) in einem kleinen Naturschutzgebiet: eine Weidehütte, während der Projektwoche gebaut von Schülerinnen und Schülern.

Max, Hannes, Wim-Hugo, Jonas, Hjalmar, Nino, Leonita und Dominik heißen die Bauherren, aus jeder der vier achten Klassen zwei. Sie mögen es handwerklich-praktisch. Und genau das bekamen die acht von Hermann Lammers, Zimmermann, Waldbauer in Brochterbeck und auch für die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land /ANTL unterwegs, und von Hans-Jakob Merkens, Vater von früheren MKG-Schülern, der sich von der ersten bis zur nunmehr zwölften Weidehütte um das Projekt kümmert. Die beiden lieferten das handwerkliche Know-how und erklärten ökologische Zusammenhänge.

„Hammer statt Handy in der Hand, das ist schon etwas anderes“, beschrieb Hans-Jakob Merkens die Woche. Die Schülerinnen und Schüler erzählten selbst, was ihnen am stärksten im Gedächtnis geblieben war aus diesen fünf Tagen praktischen Naturschutz: die Wände aus unbehandeltem Sägeholz aufstellen, die Zimmermannsarbeiten am Dach, der Gang in den Wald, um zwei Bäume zu fällen und mit der Schrotsäge per Hand auf Maß zu bringen. Dann der Besuch in Lammers Betrieb für naturnahen Waldbau. Sie bauten Nistkästen für Meisen, Stare, Steinkäuze und Fledermäuse, die nun in der Hütte hängen. Auch Elektro-Radlader fahren und die Kreissäge bedienen, so etwas erlebt man im Schulalltag eher selten.

Wim-Hugo kann jetzt etliche Ahorn-Arten unterscheiden. Hannes erklärte, „so etwas Großes wie diese Hütte habe ich noch nie gebaut“, und bescheinigte Lammers und Merkens, dass sie wirklich gut erklären können. Beide waren sich einig: Jederzeit wieder, aber Schule muss auch sein. Hjalmar zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und fand, dass er jetzt viel besser mit dem Hammer umgehen kann.

Neben den Nistplätzen bietet die Hütte Unterstand und Schatten für die Kühe, die im Naturschutzgeiet weiden. „Das wird immer wichtiger“, erklärt Hans-Jakob Merkens mit Blick auf die Hitze und Trockenheit nicht nur dieses Sommers. Die Standorte der MKG-Weidehütten schlägt seit nunmehr elf Jahren die Biologische Station Kreis Steinfurt vor. Bei der Finanzierung helfen die Naturschutzstiftung Kreis Steinfurt und der Brochterbecker Baustoffhändler Martin Heemann. Vor Ort mit dabei sind seit Jahren Kirsten Gaß und Lothar Neumann aus dem MKG-Kollegium.

„Die Schülerinnen und Schüler haben gemerkt, dass im Handwerk ein anderes Arbeiten notwendig ist als in der Schule“, stellte MKG-Schulleiter Maarten Willenbrink am Ende der Projekttage fest. „Sie sind an ihren Aufgaben gewachsen“, lobte Niels Effelsberg, Didaktischer Leiter der MKG. Beide waren vom Ergebnis beeindruckt Ob die Angesprochenen das mitbekommen haben, ist fraglich. Sie hatten schon wieder die Hämmer in den Händen.

Text: Alfred Riese

Weitere Fotos finden Sie in der Bilder-Galerie.

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