Bereits im Vorfeld hatte sich die SV gemeinsam mit ihren SV-Lehrerinnen Frau Ottmann und Frau Möllmann intensiv vorbereitet. In einer Erkundungsphase analysierten die Schülerinnen und Schüler den Ist-Zustand an der MKG. Dazu sammelten sie Rückmeldungen aus der Schülerschaft, werteten diese aus und reichten die Ergebnisse im Rahmen des Programms ein.
Aus dieser Erkundung ergaben sich konkrete Verbesserungsvorschläge für die MKG. Genannt wurden unter anderem die Einrichtung von Ruhe- und Jahrgangsräumen, zusätzliche Hygienespender in den WC-Anlagen, mehr Pflanzen im Schulgebäude sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten und Schattenplätze auf dem Schulgelände. Darüber hinaus schlugen die Jugendlichen weitere multifunktionale Lerninseln im Gebäude, Wasserspender an verschiedenen Standorten sowie praxisnahe Workshops in den Mittagsfreizeiten vor, die gezielt auf das Leben nach der Schule vorbereiten.
Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage für den Austausch im Landtag. In zehn verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen der Schulentwicklung: „Wo und wie lernt es sich gut?“, „Was hilft gegen Stress?“ oder „Wie lassen sich Bewegung und Pausen besser in den Schulalltag integrieren?“
Im Anschluss wurden die Workshop-Ergebnisse im Plenarsaal zusammengeführt und gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Bildungslandschaft diskutiert. Auch NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller stand Rede und Antwort und versprach, die vielen Anregungen und Ideen ernst zu nehmen.
Trotz der unterschiedlichen Herkunftsorte war ein zentrales Anliegen aller Schüler, Schule stärker als Lebensraum zu begreifen – als einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen können und ernst genommen werden. Schule solle dabei nicht nur der reinen Wissensvermittlung dienen, sondern auch Raum für Begegnung, Mitgestaltung und persönliche Entwicklung bieten.
Der Austausch mit anderen machte den MKG-Schülerinnen und Schülern deutlich, dass ihre MKG im Vergleich zu anderen Schulen schon sehr gut ausgestattet ist. Die Gespräche schärften das Bewusstsein dafür, bestehende Strukturen an der MKG wertzuschätzen und zugleich weiter an neuen Visionen zu arbeiten. „Es gibt schließlich immer noch Luft nach oben“, betonte Schülerin Leni Weßeler.
SV-Lehrerin Jana Ottmann betonte, wie wertvoll es sei, dass die Schülerinnen und Schüler durch das Programm erleben konnten, was demokratische Teilhabe bedeutet: „Es ist wichtig, dass junge Menschen merken, dass Demokratie nicht nur heißt, wählen zu gehen, sondern auch mitzudenken, mitzureden und mitzugestalten.“
Für viele Teilnehmende war der Besuch im Landtag das erste Mal, Politik so unmittelbar zu erleben und selbst Teil davon zu sein. Der Tag machte deutlich: Demokratie lebt vom Engagement – und beginnt bereits in der Schule.
Für die SV der MKG war der Besuch im Landtag ein besonderer Höhepunkt ihres Engagements und ein starkes Zeichen dafür, dass Schule mehr sein kann als Unterricht – nämlich ein Ort zum Lernen, Leben und Mitgestalten.
Text: Jana Ottmann

